Erwartungen der Krankenhäuser nach der Landtagswahl: Mitgliederversammlung der NRW-Kliniken fordert Investitionen in die Zukunft der Krankenhausversorgung

Düsseldorf/Neuss, 30.05.2017 – Die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser erwarten vom neuen Landtag und der neuen Landesregierung konkrete und kurzfristige Lösungen für den Investitionsstau in den Kliniken. „Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP muss deutlich werden, dass die Krankenhäuser als wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge zur zentralen Infrastruktur des Landes gehören und entsprechend ihres Investitionsbedarfs gefördert werden. Patienten und Mitarbeiter haben einen Anspruch auf moderne Geräte und Gebäude, die die qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung im Land auch zukünftig sicherstellen“, erklärte KGNW-Präsident Jochen Brink im Rahmen der heutigen Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung der Vertreter der NRW-Kliniken in Neuss.

Regionalveranstaltungen der Kliniken in NRW

Mit Regionalveranstaltungen will das Bündnis in den nächsten Monaten auf die strukturelle Unterfinanzierung und die damit verbundenen Folgen in den Regionen aufmerksam machen, aber auch auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Krankenhäuser und deren Bedeutung als Arbeitgeber hinweisen. Die Krankenhäuser in den Regionen laden zu diesen Veranstaltungen mit Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen ein.

Pressekonferenz am 26.04.2017 in Dortmund

NRW investiert zu wenig in seine Krankenhäuser. Dortmunder Kliniken appellierten in einer Pressekonferenz an die Landesregierung, die Investitionskosten bereitzustellen.

Veranstaltung am 27.04.2017 in Bonn

Bonn. Zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben Krankenhausvertreter der Landkreise Rhein-Sieg, Rhein-Erft und Bonn mit Politikern über die Investitionskrise der Krankenhäuser diskutiert. Unter den Gästen war Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ankündigung: Pressekonferenz im Hüttenhospital Dortmund

NRW investiert zu wenig in seine Kliniken. Das hat das Investitionsbarometer NRW des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ermittelt: Jedes Jahr müsste das Land eine Milliarde Euro mehr in Medizintechnik und Gebäude stecken. Die ermittelte Förderlücke für die Dortmunder Krankenhäuser beträgt mittlerweile 47,1 Millionen Euro.

Krankenhäuser begrüßen die Pläne der NRW-CDU für mehr Investitionen in die Kliniken

Düsseldorf, 12.04.2017 – „Die Zielrichtung des von CDU-Landeschef Armin Laschet und seinem Stellvertreter Karl-Josef Laumann angekündigten Drei-Stufen-Plans zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Kliniken in Nordrhein-Westfalen wird vom Bündnis für gesunde Krankenhäuser begrüßt“, erklärte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW).

Veranstaltung am 20.03.2017 in Düsseldorf

Noch vor der Zeitumstellung auf die Sommerzeit hat das Bündnis für gesunde Krankenhäuser im März den „krankenhauspolitischen Frühling“ mit einer hochrangig besetzten Diskussion eingeläutet. Im Düsseldorfer Maxhaus diskutierten am 20. März Gesundheitsexperten aus vier Parteien mit Krankenhausdirektoren und KGNW-Vertretern unter dem Titel „Wieviel sind uns unsere Krankenhäuser wert?“

Ankündigung: Veranstaltung in Bonn

Wir, die Krankenhäuser im Rhein-Sieg-Kreis, im Rhein-Erft-Kreis und der Bundesstadt Bonn, sind auf die qualitativ hochwertige und menschlich zugewandte medizinische und pflegerische Versorgung unserer Patienten spezialisiert. Daran arbeiten wir, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Tag und Nacht. 365 Tage im Jahr. Damit uns das auch in Zukunft gelingen kann, müssen wir vieles tun. Uns in Medizin, Pflege und Betreuung weiterentwickeln, aber auch investieren: in neue Medizintechnik, in neue Gebäude, in neue Strukturen für optimierte Prozesse. Aufgrund der Kürzungen in der Krankenhausförderung der Länder nimmt der Investitionsstau bei den Krankenhäusern allerdings stetig zu – mit sichtbaren Folgen. Schon heute müssen Krankenhäuser fällige Investitionen in eine moderne Infrastruktur aufschieben. Manchmal bleibt den Kliniken nur, dafür nicht vorgesehen Mittel einzusetzen, um drängendste Probleme zu lösen.

Ankündigung: Veranstaltung in Düsseldorf – Wie viel sind uns unsere Krankenhäuser wert?

Das Investitionsbarometer NRW des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hat ermittelt: NRW investiert jedes Jahr 1 Milliarde Euro zu wenig in seine Kliniken. Die medizinische Versorgung in den Kliniken hat sich in den vergangenen Jahrzehnten revolutioniert. Doch die Herausforderungen der Zukunft werden unterfinanzierte Kliniken nicht meistern können.

Investitionen in den NRW-Kliniken können Pflege entlasten

Der Pflegerat NRW begrüßt die Pläne von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mehr finanzielle Mittel für notwendige Investitionen in die Krankenhäuser zur Verfügung zu stellen.