Investitionen in den NRW-Kliniken können Pflege entlasten

Der Pflegerat NRW begrüßt die Pläne von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mehr finanzielle Mittel für notwendige Investitionen in die Krankenhäuser zur Verfügung zu stellen.

Werne, 22.02.2017. Die Ankündigung der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vom 20.02.2017, in dem sie zusätzliche Investitionsmittel in Milliardenhöhe angekündigt hat, wird vom Pflegerat NRW ausdrücklich begrüßt. Der Pflegerat hat sich an der Aktion „Gesunde Krankenhäuser NRW“ durchgeführt durch die Krankenhausgesellschaft NRW, aktiv beteiligt, um in Politik und Öffentlichkeit die Investitionsdefizite der Kliniken aufzuzeigen. Diese belasten im erheblichen Maße die Pflegemitarbeiter in den einzelnen Krankenhäusern, so Vorsitzender Ludger Risse und nennt als Beispiele überalterte Betten, die enorme Körperkräfte notwenig machen, um Patienten zu transportieren, Patientenzimmer in denen man sich gemeinsamen mit Patienten kaum bewegen kann und fehlende IT-Infrastruktur, welche die Dokumentationsarbeit deutlich entlasten könnte. Die 352 Krankenhäuser in NRW haben schon jetzt deutliche Probleme genügend Fachkräfte für den pflegerischen Bereich zu gewinnen, so Risse. Dieses Problem wird sich in Zukunft verschärfen und zwingt daher nahezu dazu in die Infrastruktur zu investieren, um die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern und körperliche Belastungen zu reduzieren. Wir brauchen unterstützende Technik und Patientenzimmer, die eine moderne mobilisierende Versorgung fördern und nicht behindern. Der Vorsitzende freut sich, dass die Politik offensichtlich dieses Problem erkannt hat und Willens ist, diese Themen im Rahmen des nächsten Landeshaushaltes aufzunehmen. Neben der Ministerpräsidentin hat auch der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Herr Peter Preuß hat angekündigt, dieses Thema in das Wahlprogramm der CDU aufzunehmen. Schon beim KGNW Forum am 6. Dezember 2016 in Neuss hatten politische Vertreter von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen erklärt, dass sie hier Handlungsbedarf sehen. Dieses muss jetzt nicht nur in die Wahlprogramme einfließen, sondern auch konkret in den nächsten Landeshaushalt, so Risse. Das werde man auch aus Sicht der Pflege aus sorgfältig begleiten.